Als Soldat oder Beamter der Bundeswehr hast du ein anderes Vorsorgesystem als der Rest. Andere Risiken, andere Vorteile – und Lücken, die du selbst schließen musst.
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Klick auf ein Thema – ich erkläre die Besonderheiten für Soldaten und Beamte.
Klassische BU greift für Soldaten oft nicht. Eine private DU-Versicherung schließt die Lücke bei vorzeitiger Entlassung – auch bei Einsatzverletzungen.
→ Zur DU-BeratungDu zahlst nur die Hälfte deiner Krankenversicherung selbst. Mit der richtigen PKV-Ergänzung sparst du gegenüber der GKV oft 100–200 €/Monat.
→ PKV für SoldatenDas Soldatenversorgungsgesetz regelt deine Grundversorgung. Für eine komfortable Rente empfehle ich ETF-Sparplan oder Rürup zusätzlich – je nach Dienststatus.
→ Altersvorsorge SoldatenHäufige Versetzungen kein Hindernis. Mit KfW-Förderung und flexibler Finanzierung lohnt sich Wohneigentum auch als Soldat – die Immobilie vermietet sich bei Umzug.
→ Immobilien für SoldatenRisikolebensversicherung für Auslandseinsätze, Hinterbliebenenversorgung prüfen, Kindervorsorge einrichten. Viele Soldaten denken erst daran, wenn es zu spät ist.
→ FamilienabsicherungNach dem Zeitsoldat-Dienst läuft die Übergangszeit schnell ab. Wer jetzt mit ETF-Sparplan oder Rürup vorsorgt, steht mit Mitte 30 auf sicheren Beinen.
→ ETF-Sparplan startenAnalyse
Viele Bundeswehr-Angehörige wissen nicht, welche Lücken in ihrer Absicherung klaffen. Hier die ehrliche Bestandsaufnahme:
Berechne kostenlos, wie viel dein Ruhegehalt wirklich deckt – und was du zusätzlich sparen musst.
Vergleich
Je nach Dienstverhältnis unterscheiden sich deine Ansprüche erheblich. Das hat massive Auswirkungen auf deine private Vorsorgestrategie.
| Merkmal | ⏱️ Zeitsoldat | 🎖️ Berufssoldat |
|---|---|---|
| Altersversorgung | Nachversicherung in GRV · wenig | Ruhegehalt bis 71,75% Grundgehalt |
| Dienstzeiten | 2–25 Jahre · variable Laufzeit | Bis Pensionsalter (i.d.R. 62+) |
| Übergangsleistungen | Übergangsgebührnisse (Monate) | Keine – direkt in Pension |
| Beihilfe | 50% aktiver Dienst → 0% danach | 50% aktiv · 70% im Ruhestand |
| DU-Versicherung | Sehr wichtig – wenig Absicherung | Wichtig – deckt frühe Entlassung |
| Private Altersvorsorge | 🔴 Dringend empfohlen | 🟡 Empfohlen als Ergänzung |
PKV & Beihilfe
Das Beihilfesystem ist komplexer als du denkst. Hier ein Überblick, damit du weißt, womit du rechnen kannst:
| Situation | Beihilfesatz | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Aktiver Soldat (ledig) | 50% | Restliche 50% via PKV absichern |
| Aktiver Soldat (verheiratet, Kind) | 70% | Noch günstiger: nur 30% PKV nötig |
| Ruhestand (Berufssoldat) | 70% | Beihilfe bleibt erhalten |
| Nach Zeitsoldat-Dienst (zivil) | 0% | → GKV oder volle PKV nötig |
| Zahnersatz | 60–65% | Lücke: Zahnzusatzversicherung |
| Sehhilfen Erwachsene | 0% | Brillen komplett selbst zahlen |
* Werte können je nach Bundesland und Tarifvertrag abweichen. Im Gespräch klären wir deinen konkreten Fall.
Immobilien-Förderung
Trotz Versetzungen lohnt sich Wohneigentum für Bundeswehr-Angehörige – wenn du die richtigen Fördertöpfe nutzt.
Ratgeber
Die wichtigsten Finanzfragen für Soldaten – kompakt erklärt.
Häufige Fragen
Die 10 Fragen, die mir Bundeswehr-Angehörige am häufigsten stellen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für zivile Angestellte konzipiert. Als Soldat brauchst du eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) – denn die Bundeswehr entscheidet selbst, ob du noch dienstfähig bist, unabhängig davon ob du in einem anderen Beruf weiterarbeiten könntest. Die DU springt ein, wenn du vorzeitig als dienstunfähig entlassen wirst.
Als aktiver Soldat bekommst du 50% Beihilfe vom Bund – du musst also nur die anderen 50% deiner Krankheitskosten absichern. Beihilfe deckt aber keine Zahnbehandlungen vollständig, keine Sehhilfen umfassend, keine alternativen Heilmethoden und keine Einzelzimmerzuschläge im Krankenhaus. Eine ergänzende PKV füllt diese Lücken kostengünstig.
Berufssoldaten bekommen über das Soldatenversorgungsgesetz (SVG) eine Grundversorgung – aber diese reicht für die meisten nicht aus. Je nach Dienstzeit und Einstufung bekommst du 31,5% bis max. 71,75% deines letzten Grundgehalts als Ruhegehalt. Besonders für Zeitsoldaten und Berufsanfänger lohnen sich zusätzlich: ETF-Sparplan, Rürup-Rente (Steuervorteil) oder Riester.
Ja – und oft lohnt es sich trotz Versetzungen. Die Immobilie kann vermietet werden, solange du woanders stationiert bist. Über KfW-Darlehen und die Bundeswehr-Wohnungsfürsorge gibt es günstige Konditionen. Wichtig ist die richtige Finanzierungsstruktur: flexible Tilgung, kurze Zinsbindung oder Volltilger je nach Planungshorizont. Im Gespräch kalkulieren wir das durch.
Nach dem Zeitsoldat-Dienst gibt es die sog. Übergangsgebührnisse – eine Art Übergangsgeld für mehrere Monate. Danach bist du entweder im zivilen Job oder musst selbst vorsorgen. Die GRV-Beitragszeiten aus dem Soldat-Dienst werden angerechnet. Kritisch: Wer zu wenig ETF oder Rürup angespart hat, steht mit Mitte 30 ohne ausreichende Altersvorsorge da.
Mit 50% Beihilfe lohnt sich PKV fast immer. Du musst nur eine Restkostenversicherung abschließen, die die anderen 50% abdeckt. Kosten: oft 80–130 €/Monat für junge, gesunde Soldaten. In der GKV würdest du allein als Pflichtversicherter 200–350 €/Monat zahlen. Wichtig: Der PKV-Eintritt sollte möglichst jung erfolgen, solange du noch gesund bist.
Im Auslandseinsatz greift primär die Fürsorgepflicht der Bundeswehr. Deine PKV bleibt bestehen und deckt Behandlungen, die nicht durch Bundeswehr-Versorgung abgedeckt sind. Einige PKV-Tarife haben Auslandsklauseln – das prüfen wir im Gespräch genau. Wichtig ist auch eine Risikolebensversicherung für den Einsatzfall.
Eine Risikolebensversicherung ist Pflicht – sie zahlt im Todesfall eine Summe an deine Familie. Viele Versicherer nehmen Auslandseinsätze aus dem Vertrag, andere nicht. Ich vergleiche die Tarife für dich. Dazu kommt: Hinterbliebenenversorgung durch die Bundeswehr (Grundbetrag), aber das reicht bei jungen Familien oft nicht.
Berufssoldaten haben Anspruch auf das volle Ruhegehalt nach mindestens 4 Dienstjahren – maximal 71,75% des letzten Grundgehalts nach 40 Jahren. Zeitsoldaten bekommen nur Übergangsgebührnisse und eventuell eine kleine Nachversicherung in der GRV. Der Unterschied in der lebenslangen Versorgung kann mehrere Hundert Euro pro Monat betragen. Für Zeitsoldaten ist private Altersvorsorge daher noch wichtiger.
Klassische BU-Versicherungen schließen oft Militärdienst und Auslandseinsätze aus. Deshalb brauchst du eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) mit Einschluss von Einsatzwunden. Einige Versicherer bieten spezielle Soldaten-Tarife an. Ich kenne die Unterschiede und finde den passenden Schutz für deine Situation.
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